MSI Claw 8 EX AI+ im Emulations-Test: Von SNES bis PlayStation 4
Wie gut läuft Emulation eigentlich auf dem neuen MSI Claw 8 EX AI+ mit seinem Intel Arc G3 Extreme? Genau das schauen wir uns heute im Detail an – von ganz simpler Retro-Emulation bis hoch zur PlayStation 4. Ich habe mich durch so ziemlich jede Konsolengeneration gespielt, TDP-Werte notiert und FPS mitgeschrieben. Hier ist mein ausführliches Fazit.
Einfache Emulation: SNES & Co. bei nur 2 Watt
Den Einstieg macht die ganz einfache Emulation – Gameboy, Gameboy Advance, N64, PSP und eben auch das SNES. Im Leistungsmodus zieht die CPU hier gerade einmal 2 Watt, was schlicht wahnsinnig effizient ist. Rechnerisch wäre bei dieser Last eine Akkulaufzeit von 8 bis 11 Stunden drin. Die Bildqualität ist fantastisch, ganz vereinzelt gibt es minimale Ruckler, aber die Idee ist klar: Mit ganz wenig Leistung lassen sich hier stundenlang Retro-Klassiker genießen.

PlayStation 2 & GameCube: Sechsfache Auflösung ohne Ruckler
Weiter geht’s mit anspruchsvolleren Konsolen. Bei der PlayStation 2 starte ich direkt mit einem Highlight: Baldur’s Gate 2 in sechsfacher Auflösung (quasi 4K) im KI-Modus, bei rund 50 FPS und kaum spürbarer Leistungsaufnahme. Auch Need for Speed Underground 2 läuft absolut sauber – selbst ein simulierter Crash mit anschließendem Fahrzeugwechsel bringt die Framerate nur minimal ins Wanken.
Bei der GameCube-Emulation über den Dolphin-Emulator sieht es ähnlich gut aus: Bei 12 Watt und ebenfalls sechsfacher Auflösung liegen die Werte zwischen 53 und 65 FPS. In besonders fordernden Szenen kann es minimal ruckeln – wer hier auf Nummer sicher gehen will, sollte Richtung 15 Watt gehen.

Wii, Wii U & Nintendo 3DS: Experimentell, aber überraschend gut
Die Wii-Emulation läuft ebenfalls über Dolphin, startet bei 12 Watt allerdings etwas ruckelig – gerade bei Fighting Games würde ich hier Richtung 13 bis 15 Watt gehen. Die Wii-U-Emulation gilt zwar noch als relativ experimentell, läuft bei Titeln wie Rayman Legends aber bereits einwandfrei mit 60 FPS bei ebenfalls nur 12 Watt. Dank vorkonfiguriertem Preset musste ich hier nicht einmal die Steuerung manuell einrichten.
Auch die Nintendo-3DS-Emulation überzeugt: Dank des großen Displays lassen sich beide Bildschirme flexibel anordnen, bei knapp 60 FPS und sechsfacher Auflösung sieht das Bild richtig knackscharf aus – und auch das bei nur 12 Watt.

Nintendo Switch: Silksong läuft top, Zelda braucht noch Zeit
Bei der Nintendo-Switch-Emulation zeigt sich ein gemischtes Bild. The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom pendelt zwischen 25 und 30 FPS, dazu kommen immer wieder kleine Standbilder – für mich persönlich aktuell noch nicht wirklich spielbar, hier müssen Mods und Emulator-Updates noch nachhelfen.
Ganz anders sieht es bei Hollow Knight: Silksong aus: konstante 60 FPS, nur zu Beginn ein paar Ruckler durchs erstmalige Laden der Shader, danach absolut butterweich. Auch Risen läuft fantastisch und dabei erstaunlich genügsam – hier wäre sogar noch Luft nach unten bei der Wattzahl, bei konstanten 60 FPS.

PlayStation 3 & 4: Von solide bis experimentell
Bei der PlayStation-3-Emulation im KI-Modus gibt es anfangs vereinzelt kleine Standbilder, sobald aber einmal alles nachgeladen ist, läuft es bei rund 30 FPS sauber durch. Entscheidend ist wie immer die Kompatibilitätsliste des jeweiligen Spiels – ist ein Titel gelistet, reicht die Leistung des Geräts locker aus.
Die PlayStation-4-Emulation steckt dagegen noch in einem sehr frühen, experimentellen Stadium. Mein Test mit Bloodborne läuft zwar im Kern, neigt aber gerade in Kampfsituationen zu Rucklern und Standbildern – der Emulator ist mir dabei sogar reproduzierbar an der gleichen Stelle abgestürzt. Immerhin: Nach meiner Erfahrung läuft es hier bereits etwas besser als auf Steam Deck, ROG Ally X oder Xbox Ally X. Nach oben ist aber noch sehr viel Luft.

Mein Fazit
Bis zur PlayStation 3 läuft auf dem MSI Claw 8 EX AI+ mit dem Intel Arc G3 Extreme wirklich alles rund – vorausgesetzt, die Kompatibilität des jeweiligen Spiels ist gegeben. Und selbst dann könnt ihr die Wattzahl oft noch reduzieren und von einer längeren Akkulaufzeit profitieren. Bei der PlayStation 4 heißt es dagegen: abwarten. Wenn Emulation auf diesem Niveau irgendwo laufen kann, dann eher auf einem Gerät wie diesem – jetzt müssen nur noch die Emulatoren nachziehen.
Wie findet ihr das? Habt ihr mehr erwartet oder seid ihr zufrieden mit dem, was der Intel Arc G3 Extreme hier abliefert?
Lasst uns darüber auf meinem Discord-Channel diskutieren.
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