149€ für 23,8 Zoll? Der Blackview Table 10 im Test

Bei diesem Gerät braucht man wirklich erst mal die Bedienungsanleitung, um zu verstehen, wie der Aufbau überhaupt funktioniert: der Blackview Table 10, ein portabler Monitor mit 23,8 Zoll. Und die „10“ im Namen steht übrigens nicht für die Displaygröße, das hat mich anfangs auch kurz irritiert. Ich hatte schon einige portable Monitore hier, aber der Table 10 ist noch mal etwas ganz Besonderes.

Auspacken & Aufbau: Erklärungsbedürftig, aber clever gelöst

Der Table 10 besteht aus mehreren Teilen, die magnetisch zusammengesetzt werden. Auffällig ist direkt der eingebaute Tragegriff, unter dem sich das Display versteckt – damit lässt sich das Gerät tatsächlich wie ein Koffer schleppen, was bei 23,8 Zoll wirklich praktisch ist. Das Cover drumherum dient gleichzeitig als Kickstand. Um an das eigentliche Display zu kommen, öffnet ihr zunächst den Verschluss und klappt das Ganze komplett um. Danach lässt sich der Monitor horizontal oder vertikal aufstellen, und dank eines nahtlos verschiebbaren Gegenstücks lässt sich sogar der Betrachtungswinkel stufenlos anpassen.

Blackview Table 10 Unboxing mit Anschlüssen und Zubehör

Beim Zubehör wird richtig viel mitgeliefert: ein Netzteil, gleich mehrere USB-C-Kabel (teils sogar abgewinkelt), ein Mini-HDMI-auf-HDMI-Kabel und sogar eine USB-A-Verlängerung. Allein die mitgelieferten Kabel haben laut meiner Einschätzung einen Gegenwert von 20 bis 40 €.

Verarbeitung & Display

Das Display ist matt, was mir persönlich immer sehr gut gefällt – Spiegelungen sind hier kaum ein Problem, man sieht höchstens Umrisse statt eines glänzenden Spiegelbilds. Die Displayränder sind mit rund einem halben Zentimeter angenehm schmal. Technisch bietet der Table 10 23,8 Zoll (23,8″ IPS) bei Full HD und 100 Hz – ihr seid also nicht auf 60 Hz limitiert, was gerade beim Zocken spürbar ist. Bei den Anschlüssen gibt’s Mini-HDMI, zwei USB-C-Ports und einen Kopfhöreranschluss auf der einen Seite, zwei USB-A-Anschlüsse auf der anderen. Das Gewicht liegt bei 1,19 kg.

Blackview Table 10 mattes Display

Eine echte All-in-One-Lösung fürs Gaming-Handheld

Der eigentliche Clou: Ich habe den Table 10 mit meinem Lenovo Legion Go 2 verbunden – über ein einziges Kabel. Der Monitor lädt dabei gleichzeitig mein Handheld auf. Das ist wirklich eine waschechte All-in-One-Lösung: Ihr könnt zusätzlich noch Maus und Tastatur an den Monitor anschließen und ihn so auch als vollwertigen Arbeitsplatz nutzen. Die eingebauten Lautsprecher sind zudem angenehm laut und klingen ordentlich.

Blackview Table 10 im Einsatz beim Gaming

Mein Fazit

Normalerweise fehlt bei portablen Monitoren immer irgendetwas: Entweder kein 4K, keine 120 Hz, keine Lautsprecher oder die Ein-Kabel-Lösung funktioniert nicht richtig. Der Table 10 ist da ein cleveres Mittelding – Full HD mit 100 Hz ist für die aktuelle Gaming-Handheld-Generation völlig ausreichend, und mehr als Full HD braucht es hier eigentlich auch gar nicht. Klar, WQHD und 120 Hz wären natürlich noch schöner gewesen, aber für den Preis bekommt ihr hier eine Tragetasche, flexible Aufstellmöglichkeiten, gute Bild- und Soundqualität sowie den praktischen Tragegriff. Wenn ihr euer Gaming-Handheld unterwegs an einen großen Bildschirm anschließen wollt oder einfach einen flexiblen Zweitmonitor sucht, macht ihr mit dem Blackview Table 10 wenig falsch.

Würdet ihr euch so einen portablen Monitor zulegen oder greift ihr lieber zu einem klassischen Monitor mit 4K und 144 Hz?
Lasst uns darüber auf meinem Discord-Channel diskutieren.

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