Brook Wingman P5, FGC2 & FGC Retro im Test: Jeder Controller auf der PS5 nutzbar
Wer zockt schon gerne nur mit einem Controller? Heute geht es um die Frage: Kann ich meinen alten PlayStation 2-Controller, einen Xbox-Controller oder sogar einen Fighting Stick an meiner PlayStation 5 nutzen? Mit den richtigen Adaptern von Wingman (Brook) geht das. Wir schauen uns heute gleich drei davon an: den Wingman P5, den Wingman FGC2 und den Wingman FGC Retro. Jeder der drei Adapter löst dabei ein ganz eigenes Problem.
(Transparenzhinweis: Diese drei Adapter wurden mir im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit Wingman/Brook zur Verfügung gestellt. Inhaltliche Vorgaben wurden mir dabei keine gemacht.)

Vorab: Brook beziehungsweise Wingman ist eher aus der Fighting-Game-Community bekannt und wurde für seine Adapter bereits mit einigen Awards ausgezeichnet. Alle drei Produkte bekommt ihr ganz normal bei Amazon mit regulärer Gewährleistung, kein Import nötig.
Wingman P5: der Alleskönner
Der Wingman P5 löst ein ganz klassisches Problem: Ohne Adapter seid ihr an der PS5 an den originalen Controller gebunden, selbst wenn ihr lieber ein asymmetrisches Design wie beim Xbox-Controller mögt oder einen ganz anderen Hersteller wie GameSir bevorzugt. Der P5 ist außerdem der erste Adapter mit echter Wireless-Unterstützung, ihr seid also nicht zwingend ans Kabel gebunden. Kompatibel sind unter anderem der Switch-Pro-Controller, PS3-/PS4-Controller, Xbox- und Xbox-Elite-Controller sowie Arcade Sticks, und das nicht nur an der PS5, sondern auch an PS4 und PC (X-Input). Die Liste unterstützter Controller ist wirklich lang, ein Blick lohnt sich. Auch Vibration, Gyroskop-Bewegungssteuerung und die Touchpad-Funktion des PS5-Controllers gehen dabei nicht verloren, sie werden über den Adapter emuliert.

Wired und Wireless im Test
Der Adapter selbst ist ein USB-A-Stick mit einem zusätzlichen USB-A-Female-Anschluss an der Rückseite. Angeschlossen wird er vorne an der Konsole, das wird auch empfohlen, um ein Überhitzungsrisiko auszuschließen. Kabelgebunden ist die Einrichtung denkbar simpel: USB-C am Xbox-Controller anschließen, USB-A am Adapter einstecken, kurz warten, fertig, alle Tasten funktionieren sofort einwandfrei. Für die Wireless-Verbindung entfernt ihr einfach das Kabel, drückt am Adapter den mittleren Button zum Suchen und dann den Pairing-Button am Controller, sobald die LED durchgehend leuchtet, ist die Verbindung da. Eine Eingabeverzögerung konnte ich dabei nicht feststellen, jeder Input wird sofort umgesetzt. Selbst mit einem 8BitDo SN30 Pro hat das im Test einwandfrei funktioniert.

Die Software: Brook Converter Center
Firmware-Updates zieht ihr direkt über den Chrome-Browser: Adapter über den Update-Knopf koppeln, Version auswählen, Start drücken, fertig. Für die Feinabstimmung gibt es zusätzlich die Software Brook Converter Center. Dort lassen sich Tasten frei ummappen, Turbo- und Makrofunktionen einrichten, die Vibrationsstärke per Regler anpassen und die Touch-Funktionen justieren. Profile lassen sich speichern, importieren und exportieren. Mit dem neuesten Update funktioniert übrigens sogar der Steam Controller an der PS5.

Wingman FGC2: für kompetitives Zocken
Der FGC2 macht kabelgebundene Controller und Arcade Sticks an PS5 und PC nutzbar, für rund 65 Euro. Anders als der P5 geht es hier nicht um Komfort, sondern um eine so niedrig wie möglich gehaltene Latenz, entsprechend sind nur kabelgebundene Controller kompatibel. Im Casual Gaming merkt ihr davon kaum etwas, bei Fighting Games macht sich der Unterschied aber durchaus bemerkbar. Der große Vorteil: Auch Arcade Sticks lassen sich damit an der PS5 nutzen, für kompetitives Spielen ein echter Pluspunkt. Der FGC2 wird sogar von der Evolution Championship Series offiziell als einziger Adapter anerkannt, das spricht für sich, gerade Turnierspieler sind bekanntlich anspruchsvoll.

Im Test hatte ich vor allem einen Nintendo Switch Pro Controller der ersten Generation angeschlossen, ebenfalls über Kabel, auch das funktionierte komplett problemlos.

Wingman FGC Retro: PS1-/PS2-Controller wiederbeleben
Der dritte im Bunde ist eine kleine Zeitmaschine: Mit dem FGC Retro könnt ihr eure alten PlayStation-1- und PlayStation-2-Controller wieder an PS5, PS4 und PC nutzen, für ebenfalls rund 65 Euro nicht ganz günstig, aber für den nostalgischen Moment durchaus einen Gedanken wert. Angeschlossen wird einfach der Adapter, dann der alte Controller, und schon funktioniert alles. Da der klassische DualShock natürlich nicht alle modernen Tasten hat, hat sich der Hersteller ein paar clevere Tricks einfallen lassen: Select+L1 übernimmt zum Beispiel die Funktion des PlayStation-Buttons, Select+Start löst einen Screenshot aus. Es ist ungewohnt, aber mit einem gewissen Charme, wenn man ein aktuelles Spiel plötzlich wieder mit dem alten DualShock steuert.

Mein Fazit
Jeder der drei Adapter hat seinen eigenen, klar abgegrenzten Use Case. Wollt ihr einen Alleskönner für eine gemischte Controllersammlung, egal ob kabelgebunden oder wireless, ist der P5 preisleistungstechnisch die richtige Wahl. Wollt ihr eure bestehenden kabelgebundenen Controller weiter nutzen und wirklich kompetitiv zocken, greift zum FGC2. Und wollt ihr einfach noch einmal den Charme alter PlayStation-Tage aufleben lassen, ist der FGC Retro euer Adapter. Alle drei sind bewährte Produkte, die auch bei kompetitiven Turnieren zum Einsatz kommen, und das sagt bei einer so anspruchsvollen Zielgruppe schon einiges aus.
Habt ihr bereits einen Wingman-Adapter zu Hause, oder nutzt ihr andere Lösungen für fremde Controller?
Lasst uns darüber auf meinem Discord-Channel diskutieren.
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