Acer Predator Atlas 8: Neues Handheld-Biest mit drohendem Preis-Schock?
Der Handheld-Markt wächst unaufhaltsam weiter. Nun steigt auch Acer mit einem echten Schwergewicht in den Ring: dem Acer Predator Atlas 8. Die ersten technischen Details, die uns erreichen, lesen sich wie die Wunschliste eines jeden Gamers. Doch bei genauerer Betrachtung der aktuellen Marktentwicklung mischt sich in die Vorfreude auch eine deutliche Portion Skepsis.
Ich habe mir die Spezifikationen des neuen Predator-Handhelds genauer angesehen und erkläre euch, warum das Gerät technisch extrem spannend ist, mir die Preisentwicklung aber große Sorgen bereitet.
Technische Daten des Acer Predator Atlas 8
Acer plant offenbar, das Gerät in zwei unterschiedlichen Leistungsstufen auf den Markt zu bringen. Die Wahl des Prozessors wirkt sich dabei direkt auf andere Bauteile wie den Akku und das Endgewicht aus.
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Prozessor | G3 oder G3 Extreme |
| Arbeitsspeicher | 24 GB LPDDR5 |
| Speicher | 1 TB SSD (Formfaktor M.2 2280) |
| Display | 8 Zoll IPS-Panel, 16:10 Format |
| Auflösung | 1920 x 1200 Pixel |
| Bildwiederholrate | 120 Hz mit VRR (Variable Refresh Rate) |
| Kühlung | Dual-Lüftersystem („Predator Arrowblade“, 89 Blätter à 0,1 mm) |
| Konnektivität | WiFi 7, Bluetooth 5.4 |
| Anschlüsse | 2x Thunderbolt 4 (eGPU-Support), 1x MicroSD-Kartenleser |
| Audio | 2x 2W Lautsprecher, DTS X Ultra, Hi-Res Audio |
| Akku | 60 Wh (vermutlich G3) / 80 Wh (vermutlich G3 Extreme) |
| Ladeleistung | 65 Watt |
| Gewicht | 770 g (60 Wh Variante) / 810 g (80 Wh Variante) |

Display und Kühlung: Auf Performance getrimmt
Das Herzstück des Predator Atlas 8 ist das 8 Zoll große IPS-Display. Mit einer Auflösung von 1200p und geschmeidigen 120 Hz bietet es optimale Voraussetzungen für flüssiges Gaming. Besonders fantastisch: Acer integriert VRR (Variable Refresh Rate). Das ist bei Gaming-Handhelds ein absoluter Gamechanger, um Screen-Tearing bei schwankenden Framerates zu verhindern.
Um die G3-Prozessoren im Zaum zu halten, setzt Acer auf das sogenannte Predator Arrowblade Kühlsystem. Dieses Dual-Lüftersystem nutzt 89 ultradünne Blätter mit einer Dicke von nur 0,1 Millimetern. Das soll die Luftzirkulation im ohnehin knappen Gehäuse massiv verbessern und das Gerät auch unter Volllast kühl halten.

Steuerung: Der clevere Trick bei den Triggern
Bei den Eingabemöglichkeiten lässt Acer nichts anbrennen. Wir bekommen Full-Size Analogsticks, ein D-Pad, anpassbare Schultertasten, Makro-Buttons und spezielle Sondertasten (Predator Sense und Xbox Gamebar Widget). Auch an die Sicherheit wurde gedacht: Ein Fingerabdrucksensor ist direkt in den Power-Button integriert.
Das spannendste Feature ist jedoch der Umschalter für die Trigger. Acer verbaut hier eine Mechanik, mit der man nahtlos zwischen einem Mikroschalter-Modus und einem Hall-Effekt-Modus wechseln kann. Das ist absolut genial gelöst: Für Shooter nutzt man den knackigen, kurzen Klick des Mikroschalters, für Rennspiele den stufenlosen, präzisen Weg des Hall-Effekt-Sensors.
Zudem macht das Gerät bei den Anschlüssen keine Kompromisse. Die zwei Thunderbolt 4 Ports ermöglichen den problemlosen Anschluss einer externen Grafikkarte (eGPU) oder von High-End-Docks.

Meine Meinung: Die Preisentwicklung ist ein Problem
Technisch sieht der Acer Predator Atlas 8 extrem interessant aus. Wir haben einen riesigen 80-Wh-Akku in der Extreme-Variante, 24 GB RAM und eine handelsübliche 2280er SSD mit 1 TB Speicher. Doch diese High-End-Bauteile haben ihren Preis – und genau hier sehe ich derzeit schwarz.
Wenn wir uns die generelle Entwicklung auf dem Markt ansehen, müssen wir uns auf gesalzene Preise einstellen. Erste Informationen zum neuen Handheld von MSI deuten auf Preise um die 1600 Euro hin. Ich gehe stark davon aus, dass wir beim Predator Atlas 8 in einer ähnlichen Preisregion, also bei etwa 1500 Euro oder sogar darüber, landen werden.
Das finde ich persönlich extrem schade. Die Entwicklung geht hier für mich in die völlig falsche Richtung. Gaming-Handhelds sollten eigentlich ein bezahlbares Zwischending zwischen dem stationären Gaming-PC und dem reinen Arbeits-Setup sein, um mobil entspannt zocken zu können. Wenn Handhelds nun aber so teuer werden wie ausgewachsene High-End-Gaming-Laptops, verfehlen sie meiner Meinung nach ihren ursprünglichen Zweck. Ich hoffe sehr, dass die Industrie hier noch einmal eine Kehrtwende einlegt.
Wie seht ihr das? Würdet ihr für den Acer Predator Atlas 8 einen Preis von rund 1500 Euro zahlen? Und wie bewertet ihr die aktuelle Preisentwicklung auf dem Handheld-Markt generell?
Lasst uns darüber auf meinem Discord-Channel diskutieren.
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