Epomaker TH65 im Test: Auffaelliges Camo-Design zum guenstigeren Preis
Nach der Epomaker Hack70 liegt schon die nächste Tastatur des Herstellers bei mir auf dem Tisch: die Epomaker TH65. Sie ist merklich günstiger als die bisher getesteten Modelle, bietet aber trotzdem die gewohnte Epomaker-Qualität – vor allem, wenn man auf ein auffälliges Design steht. Meine tägliche Tastatur bleibt zwar weiterhin die Epomaker TH87 ISO-DE, aber die TH65 hat mich an einigen Stellen trotzdem überrascht.
(Transparenzhinweis: Das Testgerät wurde mir von Epomaker zur Verfügung gestellt. Es gab keinerlei Vorgaben, was ich sagen darf und was nicht, und für den Test wurde ich nicht bezahlt.)


Design: Ein echter Hingucker
Optisch ist die TH65 für mich das klare Highlight in dieser Preisklasse. Die Tastenkappen sind durchscheinend und tragen ein strukturiertes, fast camouflage-artiges Muster in Grau- und Schwarztönen, kombiniert mit knalligen orangenen Legenden sowie orangefarbenen Akzenttasten (ESC und Enter). Unbeleuchtet wirkt das Ganze schon stylish, aber der eigentliche Wow-Moment kommt erst mit eingeschaltetem RGB: Das Licht schimmert durch die Tasten und lässt das Muster regelrecht lebendig wirken.


Auch die seitliche RGB-Dekorleiste sieht richtig gut aus und rundet den Auftritt der Tastatur ab, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Auch der Drehregler für die Lautstärke fühlt sich richtig wertig an – angenehmer Widerstand, kein Wackeln, einfach ein schönes Detail, das viele günstigere Tastaturen nicht bieten.

Kompakt, aber auf Kosten des Komforts
Das 65-%-Layout macht die TH65 angenehm platzsparend, und grundsätzlich mag ich kompakte Tastaturen. Trotzdem ist mir hier persönlich alles etwas zu eng beieinander – man opfert schon spürbar etwas Komfort für die Kompaktheit. Genau deshalb bleibt für mich am Ende weiterhin die TH87 ISO die bessere Wahl für den Alltag, vor allem auch wegen des deutschen Layouts. Die TH65 gibt es nämlich nur im amerikanischen ANSI-Layout, ohne eigene ü/ö/ä-Tasten und ohne die große deutsche Enter-Taste – ein Punkt, den man vor dem Kauf auf dem Schirm haben sollte.
Switches & Tippgefühl
Die Tasten klicken richtig schön und fühlen sich hochwertig an. Verbaut sind die EPOMAKER Crystal Switches (halbleise taktil), erkennbar am komplett durchsichtigen Gehäuse mit dem milchig-weißen Stem der mitgelieferten Ersatzschalter. Insgesamt macht das Tippgefühl dank Gasket-Mount-Konstruktion einen runden, gedämpften Eindruck.
Ein kleiner Wermutstropfen: Die Leertaste klingt spürbar dumpfer als der Rest der Tastatur, was auf Dauer etwas nervig wirkt. Das ist bei kompakten Tastaturen mit ungetunten Stabilisatoren kein ganz seltenes Problem und ließe sich mit etwas Aufwand (Stabilizer-Tuning, zusätzliches Schmierfett) beheben – im Auslieferungszustand fällt es aber definitiv auf.
Alte vs. neue Design-Sprache: Vergleich zur Hack70
Im direkten Vergleich zur kürzlich getesteten, ortholinearen Hack70 setzt die TH65 wieder auf die klassische, „alte“ Epomaker-Design-Sprache – schade, denn das Plastik der Hack70 fühlt sich für mich schon etwas angenehmer an, und auch das Gesamtdesign wirkt dort, gerade im Bereich der Schalter, etwas cleaner. Am Ende ist das aber Geschmackssache: Wer es lieber auffällig mag, wird an der TH65 seine Freude haben.
Konnektivität & Akku
Typisch Epomaker, gibt es auch bei der TH65 wieder mega viele Verbindungsmöglichkeiten: Tri-Mode mit 2,4 GHz, Bluetooth und kabelgebundenem USB-C, dazu ein Mac/Win-Schalter für den schnellen Wechsel zwischen Betriebssystemen. Der große 8000-mAh-Akku soll je nach Beleuchtung 45 bis 200 Stunden durchhalten. Hot-Swap-Sockel sind natürlich auch mit an Bord, falls man die Schalter später doch mal tauschen möchte.

Lieferumfang
Im Karton liegen neben der Tastatur ein 2-in-1 Tastenkappen- und Schalterabzieher, ein abnehmbares USB-A-zu-USB-C-Kabel, der 2,4-GHz-Funkempfänger, eine Kurzanleitung, eine Produktkarte sowie ein paar zusätzliche Schalter zum Ausprobieren.

Auch in Pink und Weiß erhältlich
Neben der getesteten Schwarz/Orange-Variante gibt es die TH65 auch in einem strukturierten Pink sowie in einem Retro-Weiß mit pastelligen Akzenttasten – beide sehen in den Produktbildern richtig gut aus und dürften gerade für alle, die es dezenter oder verspielter mögen, spannend sein.
Technische Daten der Epomaker TH65 im Überblick
| Merkmal | Spezifikation |
| Layout | 65%, 66 Tasten inkl. Drehregler (nur ANSI, kein ISO-DE) |
| Switches | EPOMAKER Crystal / Creamy Jade / Clear (je nach Variante) |
| Hot-Swap | Ja, 5-Pin-Sockel |
| Montage | Gasket-Mount |
| Konnektivität | Tri-Mode (2,4GHz / Bluetooth / USB-C-Kabel) |
| Akku | 8000mAh, bis zu 200 Std. (Beleuchtung aus) |
| RGB | Pro Taste + seitliche RGB-Dekorleiste |
| Neigungswinkel | 3 Stufen: 6°, 8°, 10,5° |
| Polling Rate | 1000Hz (2,4GHz/Kabel), 125Hz (Bluetooth) |
| Farben | Schwarz/Orange, Pink, Retro-Weiß |
| Gewicht | 0,7 kg |
| Abmessungen | 29,85 × 10,21 × 4,15 cm |
| Preis | ca. 69€ |
Fazit: Für wen lohnt sich die TH65?
Die Epomaker TH65 ist für mich vor allem eins: ein echter Hingucker zum fairen Preis. Wer auf auffällige Designs steht, bekommt mit dem durchscheinenden Camo-Look, der seitlichen RGB-Leiste und dem hochwertigen Drehregler ordentlich was fürs Auge und für wenig Geld ein rundes Gesamtpaket. Wer dagegen wie ich eher etwas mehr Platz zum Tippen und unbedingt das deutsche Layout braucht, wird auch bei der TH65 wieder eher zu einem Modell wie der TH87 ISO greifen. Die leicht dumpfe Leertaste ist zudem ein kleiner Dämpfer, der out-of-the-box auffällt, sich aber mit etwas Bastelaufwand beheben lässt.
Wie gefällt euch das Camo-Design? Und würdet ihr für die Optik auf etwas Komfort verzichten?
Lasst uns darüber auf meinem Discord-Channel diskutieren.
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