Review: Epomaker RT85 – Retro-Charme mit Joystick & Display (aber ohne ISO)

Heute schauen wir uns ein weiteres Modell aus dem Hause Epomaker an: die EPOMAKER RT85.

Vorab zur Transparenz: Mir wurde die Tastatur als Testgerät zur Verfügung gestellt. Ich habe jedoch keinerlei Vorgaben oder Richtlinien für dieses Review erhalten. Das bedeutet: Alles, was ihr hier lest, spiegelt zu 100 % meine eigene, ehrliche Meinung wider.

Design & Erster Eindruck: Retro-Vibes

Die RT85 setzt voll auf einen nostalgischen Retro-Look. Das Gehäuse ist abgerundet und erinnert ein wenig an alte Spielkonsolen. Es gibt zwei Farbvarianten:

  1. Green White: Ein beruhigendes Grün mit Dunkelgrau (Diese Version habe ich hier).
  2. Grey White: Ein Retro-Grau mit leuchtenden orangen Akzenten.

Ganz ehrlich? Auch wenn ich die grüne Version hier habe, finde ich die grau-weiße Variante mit den orangen Akzenten optisch deutlich genialer. Das schreit förmlich nach Retro-Gaming.

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Bildquelle: Epomaker

Mit 1 kg Gewicht liegt die Tastatur satt auf dem Tisch und verrutscht dank des massiven Gehäuses und der Gummifüße nicht.

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Bildquelle: Epomaker

Die Highlights: Joystick & Display 👍

Kommen wir zu den Features, die ich an diesem Board wirklich genial finde und die es von der Masse abheben:

  • Der Joystick: Endlich mal eine intuitive Steuerung! Anstatt sich komplexe Tastenkombinationen (Shortcuts) merken zu müssen, nutzt man einfach den kleinen Stick. Hoch/Runter regelt die Lautstärke, Drücken schaltet stumm (Mute) und Links/Rechts ändert die RGB-Effekte. Das ist im Alltag super praktisch.
  • Der 1,47 Zoll Bildschirm: Ein echtes Highlight. Auf der Info-Seite sieht man auf einen Blick alles Wichtige: Uhrzeit, Datum, Verbindungsmodus (Mac/Win) und – besonders wichtig – den Akkustand in Prozent. Man kann sogar eigene GIFs oder Bilder hochladen (DIY). Mega genial gelöst.
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Was mir nicht so gut gefällt 👎

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Hier sind meine Kritikpunkte, die mich im Alltag gestört haben:

  1. Kein ISO-Layout: Die RT85 kommt im US-ANSI Layout. Das heißt: kleine Enter-Taste und keine Umlaute (ä, ö, ü). Für mich ist das ein Störfaktor, da ich das ISO-DE Layout gewohnt bin.
  2. Fehlende Beschriftung der F-Tasten: Während Joystick und Display die Bedienung erleichtern, machen es die F-Tasten unnötig schwer. Es fehlen die kleinen Symbole (wie man sie von Laptops kennt), die anzeigen, was FN + F1 etc. bewirkt. Man muss also immer ins Handbuch schauen oder die Funktionen auswendig lernen.
  3. Layout-Präferenz (75% vs. 87%): Die RT85 nutzt ein 75% Layout. Alles ist sehr eng zusammengeschoben. Ich persönlich bevorzuge das 87% Layout (TKL), wie es zum Beispiel die Epomaker TH87 hat. Dort sind die Pfeiltasten separiert und nicht so „gequetscht“. Paradoxerweise spart man durch das gequetschte Layout der RT85 kaum Platz im Vergleich zur TH87.
  4. Dongle-Platzierung: Der USB-Receiver für den 2,4 GHz Modus wird hier prominent an der Seite eingesteckt. Bei anderen Modellen (wie der TH87) ist dieser elegant im Gehäuseboden oder unter einem Standfuß versteckt. Das wirkt bei der RT85 etwas weniger durchdacht.

Tippgefühl & Akustik

Die Tastatur ist Gasket-Mounted und vollgestopft mit Dämmung (Poron Schaum, IXPE Pad, Silikonboden). Das sorgt für ein weiches Tippgefühl. Allerdings: Ich persönlich bevorzuge leisere Tastaturen. Die RT85 klingt gut („creamy“), ist mir aber im Vergleich zur TH87 etwas zu präsent. Das ist aber definitiv Geschmackssache.

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Bildquelle: Epomaker

Akku & Konnektivität

Der Akku ist mit 8000 mAh wirklich großzügig bemessen und hält laut Hersteller bis zu 320 Stunden (ohne RGB/Display). Wie bei Epomaker üblich, gibt es Tri-Mode Konnektivität:

  • Bluetooth (bis zu 3 Geräte)
  • 2,4 GHz Wireless (Dongle)
  • USB-C Kabel

Interessant im Vergleich: Die Epomaker TH87 hat sogar einen noch größeren Akku (10.000 mAh), also 2000 mAh mehr als die RT85.

Fazit & Preis: RT85 oder TH87?

Aktuell liegt die Epomaker RT85 bei Amazon bei ca. 99,99 €. Mit dem oft verfügbaren 15% Rabatt landet man bei knapp 85 €.

Das ist ein fairer Preis für das Gebotene (Display, Joystick, gute Verarbeitung). Aber: Würde ich mich entscheiden müssen, würde ich persönlich zur Epomaker TH87 greifen – selbst wenn diese den gleichen Preis hat oder sogar etwas teurer wäre.

Übrigens: Meinen ausführlichen Testbericht zur Epomaker TH87 findet ihr hier in diesem Artikel.

Warum? Die TH87 bietet mir mein bevorzugtes 87% Layout mit abgesetzten Pfeiltasten, sie ist leiser, hat den größeren Akku (10.000 mAh) und das deutsche ISO-Layout ist verfügbar. Wer aber den Retro-Look liebt und Lust auf den Joystick und das Display hat, macht mit der RT85 nichts falsch – sofern man mit dem US-Layout klarkommt.

Technische Daten im Überblick

MerkmalDetails
ModellEpomaker RT85
Layout75% (82 Tasten), US-ANSI
Besonderheiten1.47 Zoll TFT Display & Steuerungs-Joystick
Akku8000 mAh
VerbindungBluetooth 5.0, 2.4GHz Wireless, USB-C Kabel
AufbauGasket-Mount mit 5 Schichten Dämmung (Poron, IXPE, Silikon etc.)
MaterialGehäuse aus Plastik, Keycaps aus Double-Shot PBT (Cherry Profil)
Maße / Gewicht36 x 13,8 x 4 cm / ca. 1 kg
KompatibilitätWin / Mac / Android / iOS
SoftwareEpomaker Driver (Win/Mac) für Makros & Display-Anpassung

Was haltet ihr von der Tastatur?
Lasst uns darüber auf meinem Discord-Channel diskutieren.

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