MOBAPAD M12S – die besseren Joy-Cons für die Nintendo Switch 2?
Mittlerweile gibt es echt viele Drittanbieter-Controller, die richtig gut mit der Nintendo Switch 2 funktionieren, klassischerweise aber meistens in Schwarz. Heute schauen wir uns mit dem MobaPad M12S eine bunte Alternative an, und zwar gleich in zwei Varianten: einmal in Weiß und einmal in einer besonderen Grau/Special-Edition-Farbgebung.
(Transparenzhinweis: Das weiße Modell wurde mir von MobaPad zur Verfügung gestellt, die Special Edition von aknes.com. Es gab keinerlei Vorgaben, was ich sagen darf und was nicht, und für den Test wurde ich nicht bezahlt.)
M12S vs. M12 HD: Was ist neu?
Ich hatte bereits den M12 HD vorgestellt, der M12S ist aber nicht einfach nur eine neue Farbe, sondern ein eigenständiges Modell mit ein paar technischen Unterschieden. Der M12 HD hat Rumble mit einem eigenen Vibrationsmotor, nutzt das Protokoll der Switch 1 und einen 6-Achsen-Gyroskopsensor. Der M12S dagegen spricht direkt das Protokoll der Switch 2 und hat einen neuen 9-Achsen-Gyroskopsensor. Dafür fehlt beim M12S NFC-Support, den der M12 HD hat. Im Gegenzug gibt es beim M12S einen dedizierten C-Button für den Sprachchat der Switch 2, den der M12 HD nicht bietet. Es gibt hier und da also tatsächlich ein paar Unterschiede, die je nach Prioritäten für die eine oder andere Variante sprechen können.

Verarbeitung und Ausstattung
Beide Farbvarianten sind identisch verpackt, inklusive Schutzhülle und austauschbarem Steuerkreuz, das wahlweise gegen das serienmäßig verbaute Floating-D-Pad getauscht werden kann. Den Mittelsteg müsst ihr separat dazu bestellen, achtet beim Kauf darauf, dass ihr das richtige Modell auswählt. Unter der Haube stecken TMR-Analogsticks mit großem Radius, mikromechanische Buttons und der neue Access-Motion-Controller-Gyroskopsensor. Die Verarbeitungsqualität ist gewohnt gut, die Oberfläche ist angeraut und fühlt sich hochwertig an, keinesfalls billig. Der Weg von den Aktionstasten und dem Analogstick zum Steuerkreuz ist ergonomisch sehr gut gelöst, im Vergleich zum NXI wirkt der M12S sogar etwas weniger klobig und liegt dadurch angenehmer in der Hand. Hinten gibt es zwei zusätzliche, frei belegbare Tasten, seitlich lässt sich der Power-Saver-Modus per Schalter aktivieren oder deaktivieren.

Zwei Farben, zwei Charaktere
Optisch gefällt mir persönlich die Special Edition am besten, das Grau in Kombination mit dem farblich passenden Mittelsteg sieht einfach fantastisch aus, und der Kontrast zur schwarzen Konsole ist deutlich weniger krass als beim reinen Weiß. Weiß auf Schwarz ist ein ziemlich harter Kontrast, daran muss man sich erst gewöhnen. Wem das aber gefällt, der bekommt hier trotzdem dieselbe Verarbeitungsqualität und dieselbe angenehme Haptik. Ein Punkt, der bei beiden Varianten anfangs auffällt: Die Vibrationsmotoren sind ab Werk recht stark eingestellt und reagieren auf so ziemlich jeden Input. Über Hotkeys oder die App lässt sich das aber problemlos anpassen.

Die MobaPad-App
Über die MobaPad-App, erhältlich im jeweiligen App Store, lassen sich die Controller einfach per Pairing-Button verbinden. Dort könnt ihr Konfigurationen anlegen, die Sticks kalibrieren, Turbomodus und Tastenbelegung einstellen sowie die dezente RGB-Beleuchtung anpassen. Auch Firmware-Updates laufen komplett über die App: Update anstoßen, der Fortschritt wird live angezeigt, und im Anschluss bekommt ihr sogar ein Changelog, was sich geändert hat. Das funktioniert insgesamt sehr unkompliziert.

Wake-up-Funktion und Alltag
Für mich persönlich eines der wichtigsten Features: Die Controller lassen sich nutzen, um die Switch 2 aus dem Standby aufzuwecken, einfach den Home-Button gedrückt halten und die Konsole startet, beide Controller werden dabei automatisch erkannt. Das hat inzwischen spürbar besser funktioniert als noch bei früheren MobaPad-Generationen, hier wurde offensichtlich ordentlich an der Software nachgebessert. Beim weißen Set hat die Wake-up-Funktion sogar direkt nach dem ersten Verbinden funktioniert, ganz ohne Umweg über die Controller-Einstellungen, wie ich es beim grauen Set noch gemacht hatte. Auch das Pairing als externe JoyCons über die Griffreihenfolge-Einstellung funktioniert einwandfrei, ebenso das Ein- und Ausschalten der Konsole direkt über den Controller.
Mein Fazit
Der MobaPad M12S ist eine wirklich gelungene, bunte Alternative zu den klassischen schwarzen Drittanbieter-JoyCons. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Ergonomie stimmt, und mit TMR-Sticks, mikromechanischen Buttons und der zuverlässigen Wake-up-Funktion bekommt ihr technisch alles, was man sich wünscht. Ich persönlich würde euch das Ganze immer direkt mit dem passenden Mittelsteg empfehlen, weil das optische Gesamtbild dadurch einfach noch stimmiger wird. Ob ihr eher zur Special Edition oder zum klassischen Weiß greift, ist am Ende Geschmackssache, technisch nehmen sich beide Varianten nichts.
Habt ihr den M12 HD, würdet ihr eher zum M12S greifen, oder wartet ihr schon auf den nächsten Konkurrenten?
Lasst uns darüber auf meinem Discord-Channel diskutieren.
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