Epomaker Glyph – Retro-Schreibmaschine mit Display im Test
Retro-Charme auf dem Schreibtisch liegt voll im Trend, und Epomaker geht mit der Epomaker Glyph noch einen Schritt weiter. Hier trifft das nostalgische Design einer 1950er-Jahre-Schreibmaschine auf modernste Technik wie ein riesiges Display und Triple-Mode-Konnektivität.
Ich habe das Board genauer unter die Lupe genommen und geschaut, ob es mehr ist als nur ein schickes Deko-Objekt für Enthusiasten.
Transparenz-Hinweis: Das Gerät wurde mir für diesen Test von Epomaker kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine Berichterstattung; ihr lest hier meine ehrliche Meinung.


Design & Verarbeitung: Ein massiver Blickfang
Das Erste, was beim Auspacken auffällt: Die Glyph wirkt extrem hochwertig. Das Gehäuse ist stabil, und die 83 runden PBT-Tastenkappen im Vintage-Stil geben der Tastatur diesen einzigartigen „Future-Retro“-Look.
Besonders cool gelöst sind zwei praktische Details:
- Tablet- & Handyhalterung: Oben befindet sich ein Schlitz, in dem ihr euer Tablet oder Smartphone (egal ob im Hoch- oder Querformat) sicher abstellen könnt. Ideal, wenn man am iPad arbeiten möchte.
- Die Handballenauflage: Epomaker liefert eine passende Silikon-Handablage mit. Diese ist mega bequem und unterstützt die Hände perfekt. Ein kleiner Nachteil ist jedoch, dass es ein separates Teil ist – man hat also ein zusätzliches Objekt auf dem Tisch liegen, das entsprechend Platz einnimmt.






Features: Display und Drehregler
Oben rechts sitzt ein 2,79 Zoll großes Smart-Display samt Drehregler. Das ist im Alltag richtig praktisch! Ihr könnt auf einen Blick Datum, Uhrzeit, den Akkustand und den Verbindungstyp (2.4 GHz, Bluetooth oder Kabel) ablesen. Über die Software lassen sich sogar eigene GIFs hochladen.


Die RGB-Beleuchtung (South-facing LEDs) ist dank spezieller Diffusoren an den Switches wunderbar weich und sieht top aus. Gesteuert wird das Ganze ganz intuitiv über den Drehregler, mit dem man ansonsten auch die Lautstärke anpassen kann.
Tippgefühl: „Thocky“ und laut – mit einem Ausweg
Das Schreibgefühl auf dem Top-Mount-Board ist fest und präzise. Die verbauten Wisteria Linear V2 Switches liefern einen satten, cremigen Klang. Man muss aber ehrlich sein: Die Tastatur ist laut. Das gehört zwar zum mechanischen Retro-Feeling dazu, kann aber in einer ruhigen Umgebung oder im Büro störend wirken.
Hier kommt jedoch ein großer Pluspunkt ins Spiel: Die Platine ist Hot-swappable. Das bedeutet für euch: Wenn euch der Retro-Look gefällt, ihr es aber lieber flüsterleise hättet, könnt ihr die Switches ganz einfach ohne Löten gegen Silent-Switches austauschen. So behaltet ihr die geniale Optik, passt das Geräuschniveau aber euren Bedürfnissen an.
Der Haken für deutsche Nutzer
Wie so oft bei speziellen Custom-Keyboards gibt es einen entscheidenden Nachteil: Es handelt sich um ein US-ANSI Layout.
Für uns in Deutschland bedeutet das: keine Umlaute (Ä, Ö, Ü) auf den Tastenkappen und eine einzeilige Enter-Taste. Wer blind tippt, kann das System zwar auf Deutsch umstellen, aber die physische Belegung bleibt im Alltag ein wenig nervig.
Technische Daten
Hier die wichtigsten Spezifikationen im Überblick:
| Kategorie | Details |
| Layout | 75% US-ANSI (83 Tasten) |
| Schalter (Switches) | Epomaker Wisteria Linear V2 (Hot-Swappable) |
| Konnektivität | Kabel (USB-C), Bluetooth, 2.4 GHz Wireless |
| Akku | 8000 mAh |
| Besonderheiten | 2.79″ TFT-Screen, Drehregler, Tablet-Halterung, Return-Hebel |
| Material | ABS-Gehäuse, Alu-/ABS-Plate, PBT-Tastenkappen |
| Gewicht & Maße | 1,17 kg / 34,7 x 20,7 x 5,7 cm |
| Preis | ca. 139,00 $ |
Fazit: Einzigartig, aber speziell
Die Epomaker Glyph ist eine der stylischsten Tastaturen, die ich je auf dem Tisch hatte. Das Design ist einzigartig, die Verarbeitung top und die Features wie das Display und die Handyhalterung sind wirklich durchdacht.
Lohnt sich der Kauf? Wenn ihr totale Retro-Fans seid und Lust auf ein besonderes haptisches Erlebnis habt, ist die Glyph genial. Sucht ihr hingegen nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für den täglichen Schreiballtag in Deutschland, bietet Epomaker mit Modellen wie der TH87 ISO oder der EA75 Max (die es auch im gewohnten ISO-Layout gibt) meiner Meinung nach passendere Alternativen. Die Glyph kauft man für das Design und das Gefühl – und in diesem Punkt enttäuscht sie nicht.
Was sind eure Meinungen zu der Epomaker Glyph?
Lasst uns darüber auf meinem Discord-Channel diskutieren.
Diese Seite kann Affiliate-Links enthalten. Sofern du über einen Affiliate-Link etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision. Dabei enstehen dir keinerlei Mehrkosten.
Weitere Artikel wie diesen findest du auf HandheldBOSS und passende Videos auf YouTube.
Teile diesen Inhalt: